Geschichte
Im Jahr 1921 war Endersbach noch ein kleiner Flecken. Die Kriegsfolgen waren auch hier zu
spüren.
Das dörfliche Leben normalisierte sich nur langsam. Man erinnerte sich
an gesellige und
kameradschaftliche Verbindungen. Bei festlichen Anlässen zeigte sich immer
wieder, dass
ein Musikverein fehlte- die Musik wurde stets aus den Nachbarorten engagiert.
So wagten sich 12 junge, zukunftsfrohe und musikbegeisterte Männer an das
ehrgeizige Ziel
heran, einen Verein zu gründen: Robert Kindsvater, Hermann Rühle,
Fritz Kuhnle, Richard
Kuhnle, Paul Roos, Willi Reichle, Christian Hetzel, Paul Klöpfer, Gustav
Hahn, Ernst Schwegler,
Karl Kuhnle und Hermann Roos trafen sich voller Motivation im Gasthof Rössle,
um ihr
großes Vorhaben mit Leben zu erfüllen.
Jedes Gründungsmitglied verpflichtete sich, zur Beschaffung von Instrumenten
und Noten,
300 Mark einzuzahlen. Um die Übungsstunden zu finanzieren, musste jeder
Aktive eine Mark
pro Musikprobe an den Kassier Willi Reichle entrichten. Die Proben fanden zunächst
beim Vorsitzenden Fritz Kuhnle und seiner Frau Marie statt. In den Folgejahren
stellte
die ortsansässigen Firmen Graze und Birkel einen Raum zur Verfügung,
später wurden
die Musikstunden in einem Klassenzimmer des Schulhauses abgehalten.
Musikalisch ging es mit dem jungen Verein stetig aufwärts. So konnte die
Kapelle, zusammen mit
den Turnern, bereits ein Jahr nach der Gründung beim Gauturnfest in Waiblingen
beim Festzug
teilnehmen.
Zwischenzeitlich schritt die Inflation schnell voran. Der Kapellmeister Hermann
Koch aus
Waiblingen musste mit Naturalien, wie Milch, Eiern, Mehl und Obst bezahlt werden.
Auch
die Einnahme von 200 000 Mark, für die musikalische Mitwirkung bei der
Fahnenweihe des
Turnvereines, reichte nicht mehr aus, um den Dirigenten weiter zu verpflichten.
Nach der Währungsreform begann der Musikverein mit einem Kassenbestand
von
19,70 Rentenmark. Die goldenen Zwanziger wirkten sich auch positiv auf die junge
Kapelle aus.
Die Zahl der Musiker wurde immer größer und das Niveau immer besser.
Die Teilnahmen an
Wettbewerben und die musikalischen Auftritte waren erfolgreich.
Anfang der Dreißiger Jahre gab es drei Jahre lang zwei Musikkapellen in
Endersbach.
Parteipolitische Auseinandersetzungen sorgten für die Abspaltung einer
Gruppe. Im Mai 1933
wurde die musikalische Wiedervereinigung der Kapelle Roos und Würtele gefeiert.
Das neue
Orchester umfasste 34 Musiker. Viele Auftritte folgten. So waren die Musikanten
bei Wertungsspielen,
Festen, Feiern, Ständchen, Hochzeiten, Beerdigung, Gottesdiensten, Ausflügen
und diversen
anderen Anlässen stets gefragt. Die Teilnahme beim bezirksmusikfest in
Schwäbisch Gmünd
wurde zu einer großen Kundgebung für die Volksmusik. Dabei passierte
es unserem Schläger
der großen Trommel, dass bei der Marschmusik ein Fell in die Brüche
ging. Der Beginn des
zweiten Weltkrieges ließ die Vereinsarbeit erlahmen. Viele Musiker mussten
einrücken und
leider kehrten einige nicht mehr zurück. Die Kameraden Friedrich Kindsvater,
Reinhold Kuhnle,
Wilhelm Mangold, Walter Heeb, Ernst Rühle und Paul Hees sind nicht mehr
heimgekommen.
Bei Kriegsende 1945 wurde der Instrumenten- und Notenschrank
geplündert. Einige Bläser
musizierten für sich weiter, doch eine kontinuierliche Vereinsarbeit war
nicht möglich.
Einige Jahre vergingen. 1951 traf sich ein kleiner Kreis Musikbegeisterter
im Gasthof Lamm
zu ersten Gesprächen. Am 12. Oktober 1952 wurde ein neuer
Anfang gemacht. 18 aktive
und 29 passive Mitglieder gründeten den neuen Musikverein Endersbach. Einigkeit
bestand
darin, dass der Routinier Hermann Roos 1. Vorsitzender werden sollte. In der
Vereinsleitung
standen ihm Otto Rühle sen. (2. Vorsitzender und Kassier) und Daniel Gutwein
(Schriftführer)
zur Seite. Unter der Leitung des Dirigenten Gottlieb Würtele bestritt die
Kapelle im Januar 1953
ihren ersten Auftritt
Beim Platzkonzert 1955 trugen die Musiker mit einer Trachtenjacke
erstmals einheitliche Kleidung.
Die stetige Suche nach Jungmusikern sowie verschiedene Auftritte prägten
bereits die Fünfziger.
Wichtige Ereignisse und Feiern in Endersbach waren die Fahnenweihen des Liederkranzes
und des VfL,
die Einweihung der Katholischen Kirche, ein großes Jungmusikerkonzert
und diverse Sommerfeste. Der
Dirigentenstab wechselte in dieser Dekade von Gottlieb Würtele zu Fritz
Hobert aus Schmiden.
1961 erreichte der Musikverein das Schwabenalter. Das vierzigjährige
Vereinsjubiläum wurde im feierlichen
Rahmen mit Kinderfest, Bankett und Festzug gewürdigt. Es war eine riesige
Veranstaltung für Endersbach
und ein wichtiger Höhepunkt in der Vereinsgeschichte.

Als langjährige aktive Musiker wurden die Herren Hermann Roos, Otto Rühle
sen., Otto Schwegler und
Paul Deuschle geehrt und ausgezeichnet.
In den sechziger Jahren gab es einige Wechsel in der Vereinsführung. Als
erste Vorsitzende waren die
Herren Otto Rühle, Otto Vetter, Otto Beutel und Hermann Fischer mit großem
Engagement für den
Verein tätig. Nachfolger von Fritz Hobert als musikalische Leiter waren
Hermann Roos, Rudolf Läpple
und Herr Hanay.
Leider kehrten einige Aktive dem Verein den Rücken. Eine stark dezimierte
Mannschaft hatte dennoch
Ehrgeiz, weiter zu machen. Gemeinsam sind wir stark. Es konnten sogar wieder
Jugendliche begeistert
werden. Diese wurden von Otto Rühle jun. mit Geschick betreut und ausgebildet.
Die Krise der Kapelle
konnte überwunden werden. Die Kameradschaft der Musiker und ihrer Partner
wurde auch bei
Wanderungen und Ausflügen gepflegt. So entstand am Himmelfahrtstag 1967 ein Waldfest rund um
den Karlstein. Es sollte zur Tradition werden...
Unter dem I. Vorsitzenden Rudolf Läpple erfolgte am 06.1 1.1970 die Eintragung ins Vereinsregister
beim Amtsgericht Waiblingen. Die Vorbereitungen für das 50jährige
Vereinsjubiläum waren bereits in
vollem Gange. Dieses wurde im Juni 1971 in großem Stil
gefeiert. Attraktionen waren neben dem Festakt
unter Mitwirkung örtlicher Vereine, einem tollen Festzug, die Auftritte
namhafter Kapellen im Festzelt.
85. US Big Band, Großraminger Musikanten, Original Fidele Egerländer
und viele andere mehr.
Schirmherr dieser markanten Feierlichkeiten in Endersbach war der damalige Bürgermeister
Erich Klewin.
1973 übernahm Utz Schätzle die musikalische Leitung
von Fritz Papic. Neben dem Orchester widmete sich
der neue Dirigent insbesondere den Jungmusikern. Hierbei wurde er von langjährigen
Aktiven unterstützt.
Beim ersten Kreismusikfest in Korb erreichte der Musikverein Endersbach beim
Wertungsspiel im Juni
1975 einen achtbaren ersten Rang. Im gleichen Jahr entstand
aus 5 selbständigen Ortschaften auch die
neue Großgemeinde
Weinstadt. Mit den Feierlichkeiten zur Stadterhebung war auch eine neue Form
von Festen entstanden.
Die Hocketsen erfreuten sich zunehmender Beliebtheit und nirgendwo darf hierbei
die Musik fehlen. Als
gemeinsame Veranstaltung hatte die Freiwillige Feuerwehr und der Musikverein
im August 1976 das
Endersbacher Straßenfest ins Leben gerufen.
Das Zusammenwirken der örtlichen Vereine bewährte sich auch 1978.
Endersbach feierte seine 700-jahr-Feier.
Beim Festzug durch den Stadtteil wurde die Ortsgeschichte von damals und heute
gezeigt. Die Theatergruppe
des Musikvereines stellte die Beendigung des Waldstreites Karlstein schauspielerisch
gekonnt dar.
Bei der Hauptversammlung im November 1978 wurde Manfred Binder
als Nachfolger von Rudolf Läpple,
zum ersten Vorsitzenden gewählt.
Das "tolle Weinfest" im Mai 1979 ging als Fischerfest
in die Vereinsgeschichte ein. Dank der Vermittlung von
Ausschußmitglied Helmut Deeg, durfte der Musikverein die Bewirtung von
800 bekannten und prominenten
Gästen in der Endersbacher Kelter übernehmen. Anlass war der 50. Geburtstag
von Chorleiter Gotthilf Fischer,
sowie die Aktion "die Familie singt". Der Rundfunk war live dabei.
Die Veranstaltung wurde von der Europawelle
Saar übertragen und so war der Musikverein Endersbach erstmalig im Radio
zu hören. Das Jahr über zeigte die
Kapelle bei traditionellen Festen und Auftritten ihr Können. Die Vereinsjugend
verbrachte ein paar tolle Tage im
Harprechtshaus auf der Alb. Eine gelungene Jugendfreizeit gab es auch im Folgejahr:
Enzklösterle.
1981 stand ganz im Zeichen des 60jährigen Vereinsjubiläums. Der neugewählte
I. Vorsitzende Franz Heinz
hatte mit seinen Ausschußkollegen ein großes Ereignis vorzubereiten.
Das Orchester wurde mit neuen
Uniformen ausgestattet. Diese wurden beim Wertungsspiel in Welzheim erstmals
getragen. Der Musikverein
erreichte in der Mittelstufe einen ersten Rang. Die Kapelle trug die bisherigen
Uniformen (blaue Westen, graue Hosen)
letztmalig am Wochenende, an dem das neue Geschäftszentrum Strümpfelbacher
Straße eingeweiht wurde.
Unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Werner Feinauer wurde der
60. Vereinsgeburtstag vom
28. -31.August 1981 würdig gefeiert. Das Festzelt wurde
beim Hallenbad aufgebaut. Durch Verbindungen
des Dirigenten wurde ein Schwarzwälder Heimatabend durchgeführt. Die
Trachtenkapelle aus Lenzkirch war zu Gast.
Zahlreiche Vereine und Gruppen wirkten am Festzug mit. Zum Jubiläum wurde
auch die von Frau Angela Vallone in
mühseliger Handarbeit gestickte Fahne überreicht. Die Feierlichkeiten
wurden durch den unermüdlichen Einsatz der
Musikvereinleer zu einer runden Sache.
Der Jahresausflug führte nach Rothenburg/Tauber. Bei der Hauptversammlung
im November wechselte der Vereinsvorsitz.
Manfred Binder übernahm das Amt von Franz Heinz. Nachfolger des bisherigen
Dirigenten Utz Schätzle wurde
Herbert Kleinert. Unter seiner Stabführung trat das Orchester erstmals
bei der Weihnachtsfeier, am Nikolaustag
1981 in der alten Jahnhalle auf.


Die Jugend begann das neue Jahr 1982 mit einer Freizeit in
Herrenschwand.
Im winterlichen Südschwarzwald hieß es Ski und Rodel gut. Bei kalten
Temperaturen spielte der Verein auch
beim Ehrenvorsitzenden Hermann Roos ein Ständle zu dessen 80. Geburtstag.
Das Frühjahr und der Sommer war
wieder durch die Festsaison geprägt. Der Vereinsausflug im Herbst führte
nach Berchtesgaden und an den Königsee.
Hierbei hatte die Vereinsfamilie Glück im Unglück. Dichter Nebel auf
der Autobahn führte zu einer Massenkarambolage,
in die beide Omnibusse verwickelt wurden. Bei den Ausflüglern gab es nur
leichte Verletzungen.
Die Fahrt konnte nach Austausch der Busse fortgesetzt werden.
1983 hatte Endersbach und Weinstadt zwei große Feste.
Der VfL feierte sein Jubiläum und in Strümpfelbach fand das
Bacchusfest statt. Selbstverständlich war der Musikverein, neben vielen
anderen Auftritten, auch hier präsent.
Bei der Weihnachtsfeier wurde der jahrzehntelange Kassenprüfer Wilhelm
Kiemele zum Ehrenmitglied ernannt.
Der Ausflug 1984 führte nach Luttach, im Südtiroler
Ahrntal gelegen. Einigen Musikern war dieser Ort bereits
bekannt. Marschierte doch unser Klarinettist Jürgen Schneider im Herbst
des Vorjahres, infolge einer Wette,
von Endersbach aus dorthin. Standesgemäß wurde er beim Eintreffen
in Luttach von ein paar Musikkameraden
instrumental empfangen. Beim Kreismusikfest stellte sich der Musikverein der
Jury der Wertungsrichter.
Als neuer fixer Termin, wurde das Mitwirken beim Endersbacher Weihnachtsmarkt
in den Jahresplan aufgenommen.
Zum festen Bestandteil des Terminkalenders sollte ab 1985 die
Frühjahrsunterhaltung werden. Der neue musikalische
Leiter Hans Kuhnle, bisher Jugenddirigent und -ausbilder, schuf einen konzertanten
Kontrast zur Festmusik.
Für die Aktiven bringt ein Konzert und die Vorbereitungen hierzu einen
zusätzlichen Ansporn und Motivation.
Im Sommer wurde in Endersbach bereits zum 10. Mal das Straßenfest veranstaltet.
Beim Ausflug blieb man
im Ländle. Neckarschifffahrt und Greifvogelschau Hohenbeilstein. Für
die Jungmusiker wurde in Erpfingen
eine Freizeit durchgeführt, bei der
neben Spielen, Spaß und Aktivitäten auch das gemeinsame Musizieren
nicht
zu kurz kam. Beim Kameradschaftsmittag im November spielte die Jugend
auf und zeigte, was sie bei der Freizeit alles gelernt hat. Georg Weisshaar
und Berthold Schwegler
werden bei der Weihnachtsfeier mit der Sonderehrennadel in Gold, bzw. der Fördermedaille
in
Silber ausgezeichnet.
Bereits seit vielen Jahren besteht eine große Freundschaft zwischen den
Musikvereinen aus Großdeinbach
und Endersbach. Auch 1986 fanden gegenseitige Auftritte und
Besuche statt. Gute Kontakte bestehen
auch zu den Weinstädter Nachbarvereinen. So wirkte man gerne beim 100jährigen
Jubiläum in Schnait mit. Bei den Feierlichkeiten zum 125jährigen Bestehen
der Remstalbahn erspielte
sich der Musikverein eine Zugfreifahrt.
Der Gutschein wurde im April 1987 mit dem Ziel München
eingelöst -ein herrlicher Tag. Im gleichen
Monat dirigierte der neue musikalische Leiter Emil Scheid seine erste Musikprobe.
Die Beinsteiner und
Endersbacher Musiker vertieften die bestehende Kameradschaft und übten
ein paar mal miteinander.
Mit der Hochzeit von Edgar Bäuerle und Ute Robl stand ein gemeinsamer Auftritt
in der evangelischen
Kirche bevor. Wenige Wochen später wurde das Bacchusfest, dieses Mal auf
Endersbacher Boden,
durchgeführt. Die Großheppacher und Beutelsbacher Kameraden konnten
außerdem ihr 100 jähriges
Vereinsjubiläum feiern.
Die Freiluftsaison 1988 wurde musikalisch mit einem Platzkonzert
eröffnet. Wegen des Jahnhallenumbaus
fand das Konzert in dieser Form, auf dem Schulhof der Silcherschule statt. Feste
sind im Etat des Vereines
eine wichtige Einnahmequelle. Um wetterunabhängiger zu werden, wurde ein
Zelt und ein Schank in eigener
Regie konstruiert und fertiggestellt. Beides kam beim Karlsteinfest erstmals
zum Einsatz. Den Strümpfelbacher
Kameraden gratulierte man musikalisch zum 100. Jubiläum. Mit einer spannenden
Fahrrad Rätsel-Fahrt
beteiligte sich der MVE beim Weinstädter Ferienprogramm. Im Herbst fuhren
die Musiker erstmals nach
Oberharmersbach zum Probewochenende. Dies förderte das Niveau des Orchesters
und die Kameradschaft.
Schließlich wollte man für die Frühjahrsunterhaltung 1989,
in der neuen Endersbacher Jahnhalle, gut vorbereitet sein.
Die Pfingsttage verbrachten die Musiker in der französischen Partnerstadt
Parthenay.
Diese Konzertreise zu sehr gastfreundlichen Franzosen war ein riesiges Erlebnis.
Neben musikalischen Auftritten,
Festzug und Konzert blieb noch Zeit zu einer kleinen Stadtbesichtigung in Paris
und für eine Ausfahrt an die
Atlantikküste nach La Rochelle.
Wieder im Remstal, wurde das 100jährige Jubiläum der Freiwilligen
Feuerwehr gefeiert, 60 Jahre jünger war die
Fußballabteilung des VfL. Der Vereinsausflug führte ins Frankenland.
Bei der Weihnachtsfeier verzichtete man
auf Theaterstück und Tombola. Diese Attraktionen bereicherten ab 1990 das
Programm der Frühjahrsunterhaltung.
Am I. Mai führte der Musikverein erstmalig sein Maibaumfest durch. Dies
ist ein wichtiger Termin zu Beginn der
alljährlichen Festsaison.
Freud und Leid liegen oft eng beieinander. Am 2.6.1990 verstarb
der Ehrenvorsitzende Hermann Roos - er war
von Anfang an dabei. Leider durfte er das 70jährige Vereinsjubiläum
nicht mehr miterleben.
Im Februar 1991 fand der Jubiläumsabend in der Jahnhalle
statt. Das Orchester zeigte sich in guter Konzertform
und die Theatergruppe erntete viel Beifall. 5 Aktive wurden zu Ehrenmitgliedern
ernannt: Otto Rühle, Berthold Schwegler,
Georg Weisshaar, Josef Weisshaar und Erhard Wilhelm. Sie sind seit über
vierzig Jahren Träger des Vereines und
sie hatten schon viele Funktionen inne.
Als neuer musikalischer Leiter feierte Hannes Pöhlmann sein Debüt
bei der Maibaumhocketse. Er bildetete zuvor
bereits seit Jahren die tiefen Blechbläser in Endersbach aus. Werner Medinger,
Mitglied des Musikverein Fanclubs,
überreichte dem Orchester ein besonderes Geburtstagsgeschenk im Jubiläumsjahr.
Der volkstümliche Frühschoppen
mit Heinz Roos wurde aus Stetten live übertragen. Der Musikverein Endersbach
war zwei Stunden im Rems-Murr-Bürgerradio
zu hören.
Ein interessantes Ständle gab es im Folgejahr. Im März 1992 spielte die Kapelle beim Vereinsmitglied und damaligen
VfB Trainer Christoph Daum auf. Er hatte die Bundesligamannschaft nach Endersbach
eingeladen. In der Weinstube Muz
bot sich anschließend die Möglichkeit zum Gespräch zwischen
den Fußball und Musikvereinpräsidenten. Hierbei wurden
die Jungmusiker zum Besuch eines Bundesligaspiels ins Stadion eingeladen. Eine
weitere Attraktion war die Jugendfreizeit in
U nterjoch. Beim Kritikspiel in Schorndorf erreichte die Jugendkapelle ein gutes
Ergebnis.
Aus Gründen des Umweltschutzes wurde das Karlsteinfestes verlegt. Künftig
soll das Traditionsfest rund um die
Genossenschaftskelter stattfinden. Der Bundesumweltminister hätte diese
Entscheidung sicherlich begrüßt. Dieser
besuchte die Endersbacher Jahnhalle am Tag der Heimat. Musikalisch wurde die
Kundgebung vom Orchester
unseres Vereines umrahmt.
Der Vereinsausflug führte ins neue Fränkische Seenland. Als Wassersportler
durfte sich auch der musikalische
Leiter bei seiner Hochzeit betätigen. Auf dem Endersbacher Mühlbach
surfte er seiner Braut entgegen, ohne dass
hierbei die Füße nass wurden. Himmelkron, die fränkische Heimat
des Dirigenten, war das Ziel einer Konzertreise
an Pfingsten 1993. Der Bürgermeister empfing die Endersbacher
Musiker offiziell im Rathaus. Nach einer interessanten
Ortsbegehung stand ein gemütliches Gartenfest auf dem Programm. Ein Abstecher
führte in die Tschechische Republik,
von Eger über das Naturmoor Soos und Marienbad. Abends spielten die Weinstädter
in der Himmelkroner Halle zur
Unterhaltung auf und zelebrierten den Franken eine Weinprobe, mit edlen Remstäler
Flüssigkeiten.
Am Pfingstmontag wirkte das Orchester beim Festzug mit und übernahm die
musikalische Gestaltung der Kirchweihfeierlichkeiten.
Als Musiker ist man auch der Wirtschaft verbunden, was trotz zweideutiger Bedeutung
richtig interpretiert werden sollte.
Der Verein empfing türkische Verkaufsleiter eines Autoherstellers mit deren
Nationalhymne, gestaltete den Heimwerkertag
eines örtlichen Baumarktes mit und hat bei der Einweihung einer Filteranlagenfirma
im elsässischen Straßburg mitgewirkt.
Ein unvergessliches Erlebnis war der Jahresausflug nach Harnburg via Intercity.
Hier gab es interessante Attraktionen:
Musical "Phantom der Oper", Hafenrundfahrt, Fischmarkt, Stadtbesichtigung
und vieles mehr -in Harnburg sind die Nächte lang...
1993 wagte man auch neue Wege bei der Nachwuchsförderung.
Die Flötengruppen wurden ins Leben gerufen.
Überwältigend war die große Kinderschar, die anfing, das Blockflötenspielen
zu erlernen. Ihren ersten Auftritt
hatten die Flötenspieler bei der Weihnachtsfeier. Hier brachten auch Jugendgruppen
und Solisten instrumentale Einlagen.
Bei Eltern und Kindern im Ort, ist der Blockflötenunterricht im Gespräch.
So können 1994 weitere Jugendliche
aktiviert werden. Ein großer Dank geht an die Flötenlehrerinnen.
Yasmin Pöhlmann, Ingrid Schwegler,
Silke Werner Württemberger, Melanie Schallenmüller, Ulrike Neubauer
und Evi Keiner.
Ein Erlebnis für Kinder und Jugendliche wurde der Laternenlauf. Mit Kerzenlicht,
Fackelschein,
Musik und Laternenliedern zog eine große Schar durch die Gassen des Endersbacher
Ortskerns.
Die Freiwillige Feuerwehr übernahm die Absicherung des Umzuges.
Jugendfreundlich begonnen wurde auch das Vereinsjahr 1995 mit
einer Freizeit in Simmersfeld.
Der Schwarzwald ist auch ein begehrtes Ziel für das Orchester. In Oberharmersbach
fand wieder
ein Probenwochenende statt. Dieses Mal werden die einstudierten Werke nicht
nur bei der
Frühjahrsunterhaltung in Endersbach, sondern auch beim Gemeinschaftskonzert
in Rudersberg aufgeführt.
Beide Musikvereine stehen unter Leitung von Hannes Pöhlmann. Die Harmonie
beider Orchester
funktionierte hervorragend.
Das Orchester im Jubiläumsjahr 1996
Stand: 1996 aus der Festschrift vom 75 jährigen Jubiläum